Schildkrötenhilfe in Witten: Seit vielen Jahren engagiert sich Gudrun Braukmann für Schildkröten und ihre artgerechte Haltung. Sie leitet die Schildkrötenhilfe Witten e. V., die in Not geratenen Land-, Wasser- und Sumpfschildkröten hilft und einen besonderen Schwerpunkt auf Aufklärung und Beratung legt.

Gudrun Braukmann: Aus Leidenschaft wurde ein Lebenswerk
Gudrun Braukmann beschäftigt sich seit 1986 mit Schildkröten. Eine entscheidende Wendung nahm ihr Engagement im Jahr 2005, als sie eine Steppenschildkröte namens Trulla in ungeeigneter Haltung entdeckte. Dieses Erlebnis gab den Anstoß für die Schildkrötenhilfe in ihrer heutigen Form. Seit Januar 2019 besteht die Initiative als eingetragener Verein.
Wie umfassend dieses Engagement geworden ist, zeigt ein Porträt der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom August 2026: Darin wird über rund 200 betreute Schildkröten und die jahrzehntelange Arbeit von Gudrun Braukmann berichtet. Die Zahl ist eine Momentaufnahme und keine aktuelle Belegungsangabe.

Hilfe für Land-, Wasser- und Sumpfschildkröten
In der Schildkrötenhilfe Witten werden verschiedene Landschildkrötenarten sowie Wasser- und Sumpfschildkröten betreut. Ziel ist, den Tieren geeignete Haltungsbedingungen zu bieten und bei einer Vermittlung ein passendes neues Zuhause zu finden. Die Station wird gemäß § 11 Tierschutzgesetz und nach amtstierärztlicher Abnahme geführt.

Aufklärung, Prävention und Hilfe zur Selbsthilfe
Die Schildkrötenhilfe Witten möchte nicht nur Tiere aufnehmen, sondern auch unnötige Abgaben verhindern. Haltungsberatung und praktische Unterstützung sollen helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und bestehende Haltungsbedingungen zu verbessern. Hinzu kommen Informationsangebote für Kinder, Jugendliche und Interessierte.
Bei der Jahrestagung der DGHT-AG Schildkröten 2024 in Gersfeld stellte Gudrun Braukmann die Organisation und den Alltag ihrer Station in einem Vortrag vor.

Ausgesetzte und entlaufene Wasserschildkröten
Ein weiterer Schwerpunkt der Aufklärungsarbeit ist der Umgang mit ausgesetzten oder entlaufenen Wasserschildkröten. Gudrun Braukmann und Thorsten Geier erläutern in einem gemeinsamen Fachbeitrag, warum das Aussetzen sowohl für die Tiere als auch für heimische Lebensräume problematisch ist. Nicht jede Wasserschildkrötenart kommt mit dem mitteleuropäischen Klima zurecht; auch Erkrankungen, fehlende Nahrung und Gefahren durch den Straßenverkehr können eine Rolle spielen.
Wer eine Wasserschildkröte in einem Gewässer beobachtet, sollte möglichst zunächst ein Foto zur Artbestimmung machen und das weitere Vorgehen mit Fachkundigen oder zuständigen Stellen abstimmen. Für Halter, die ein Tier abgeben müssen, empfiehlt sich die frühzeitige Kontaktaufnahme mit einer Auffangstation oder Behörde statt des Aussetzens. Zum ausführlichen Beitrag der Schildkrötenhilfe Witten.
Donatello aus der Ukraine – RADIATA 2/2024
Über die bewegende Geschichte der Schildkröte Donatello berichteten Gudrun Braukmann und Frauke Hustinx gemeinsam in der RADIATA, dem Journal der DGHT-AG Schildkröten (Heft 2/2024). Die folgende Bilderstrecke zeigt vier Grafiken zum Beitrag. Zum Wechseln die Pfeile verwenden oder auf dem Smartphone seitlich wischen.
Schildkrötenvermittlung und Kontakt
Für Vermittlungsanfragen benötigt der Verein aussagekräftige Informationen zu den vorgesehenen Gehegen und Haltungsbedingungen. Die aktuellen Voraussetzungen und die zur Vermittlung stehenden Tiere werden auf der offiziellen Website erläutert.
Ort: Witten, Nordrhein-Westfalen
E-Mail: info@shwev.de
Website: www.schildkroetenhilfe-witten.de
Weiterführende Informationen
DGHT-AG Schildkröten: Gudrun Braukmann stellt sich vor
WAZ: 40 Jahre Leidenschaft für Schildkröten (25. August 2026)




